Rosphetal

Lokale Nussversorgung und Tauchmöglichkeiten in Unterrosphe

Die Waldjugend Rosphetal war wieder tatkräftig für die Biodiversität in Unterrosphe im Einsatz. Wir haben an den beiden neuen Brücken in der Sportplatzstraße und der Rosphestraße jeweils vier Esskastanien bzw. Wallnussbäume gepflanzt. Beide Baumarten gelten als klimaresistent, da sie Trockenheit recht gut vertragen. Außerdem können wir uns in ein paar Jahren über schmackhafte Nüsse und Maronen freuen.  

Zudem haben wir mit vielen fleißigen Händen in der Rosphe Steine aufgeschichtet. Durch die entstandenen Stromschnellen reichert sich der Bach mit mehr Sauerstoff an. Dies macht den Bach nicht nur für Wasservögel wie z. B. die Wasseramsel attraktiver. Die Wasseramsel nistet übrigens gerne unter solchen Brücken und ist der einzige Singvogel der tauchend im Wasser nach Nahrung sucht. Vielleicht können wir diese spezielle Anpassung bald auch an der Rosphe bestaunen, denn sie ist gar nicht scheu und brütet auch schon mal im naturnahen Siedlungsraum.

Mehr Informationen zur Wasseramsel: https://youtu.be/zpyI3cnO8ZE


Hochsitzt zerstört – Reh tot – Lichter im Wald

Horstlager im Rosphetal 

Vom 20. – 22. Juni fand unser Rosphetaler Horstlager statt. Genächtigt wurde an unser

er „Zeltwiese“, welche sich oberhalb der Wolfhainhütte befindet. Am Vormittag des Donnerstages trafen unsere drei Gäste ein, Emil aus Idstein, Robin aus Waldems und Eric aus Elgershausen. Neben unseren Gästen nahmen noch rund zehn rosphetaler Mitglieder teil. 

Angekommen an der Zeltwiese widmeten wir uns erst einmal dem Aufbau der Jurte. Durch tatkräftige Unterstützung unserer Ankömmlinge sowie der Unterstützung von Elternteilen ging der Jurten Aufbau schnell von dannen. Um die Lebensmittel kühlen zu können, begannen wir anschließend mit dem Bau eines Erdkühlschranks. Dieser erwies sich als sehr hilfreich und ist in jedem Falle eine Überlegung wert, falls eine Kühlmöglichkeit mal nicht vorhanden sein sollte. Ebenfalls richteten wir uns auf ähnliche Weise eine Toilette ein.


.Am Nachmittag begannen wir dann mit dem Zerwirken eines Jährlings. Sogar die Kleinsten packten mit an und halfen dabei, dass Reh für das Grillen und das Gulasch am nächsten Tage vorzubereiten. Zur Belohnung gab es dann das Reh-Geweih sowie die Füße, welche die Kleinen als Andenken an ihr erstes Reh mit nachhause nehmen durften. Ebenfalls weckte die von Eric geleitete Sezierung und anatomische Erklärung des Rehkopfes breites Interesse. Am Abend hatten wir alle Mitglieder und die Eltern zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Neben dem Reh gab es diverse Salate und Stockbrot. Zum späten Abend hin führten uns zwei Hobby-Astronomen in das Thema „Sterne und Nachthimmel“ ein. Zuerst wurden verstellbare Sternkarten gebastelt, die sich an den jeweiligen Tag anpassen lassen, sodass die Karte den aktuellen Nachthimmel abbilden kann. Mit bloßem Auge und Teleskopen widmeten wir uns danach dem richtigen Nachthimmel. Die Experten erklärten uns z. B. wie man den Polarstern findet oder zeigten uns Sternbilder wie den „Herkules“ oder den „Schwan“. Ebenfalls erklärten sie uns die Legende der Milchstraße. 

„Die alten Griechen erklärten sich das Phänomen Milchstraße mit einer Sage aus der Mythologie. Herkules, der Sohn des Göttervaters Zeus und der Alkmene, soll schon als Baby so stark gewesen sein, dass er viel zu heftig an der Mutterbrust sog. Die Milch spritzte in hohem Bogen zum Himmel und wurde dort zur Milchstrasse.“ (Quelle: https://wwwasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/warum-heisst-die-milchstrasse-milchstrasse.html) 

Mit dem Teleskop schauten wir uns unter anderem den roten Ring eines ehemaligen Sterns, einen Doppelstern, einen pulsierenden Himmelskörper und verschiedene Sternennebel an. Außerdem tauchten unsere Nachbarplaneten am Horizont auf.

Da es sich am Donnerstag um eine der kürzesten Nächte des Jahres handelte, waren die Verhältnisse zum „Sternegucken“ eher bescheiden. Trotzdem konnten wir einiges dazu lernen und freuen uns auf eine Wiederholung. Neben dem Astro-Vortrag gab es von den Experten noch eine kleine Einführung zum Thema Fledermäuse. Mit dem selbstgebastelten Ultraschallempfänger, konnten 

wir Fledermäuse aufspüren und die Art anhand der Frequenz erkennen. Da die Fledermäuse sehr an den Mücken, welche über unseren Köpfen schwirrten, interessierwaren, konnten wir einige aus nächster Nähe beobachten. 

Am Morgen des darauffolgenden Tages ging es nach dem Frühstück zum Arbeitseinsatz. Ziel des Arbeitseinsatzes war es, einen alten Hochsitz abzureißen und das im Umkreis anfallende Poly-Net, welches junge Bäume vom Verbiss schützen soll, einzusammeln. Das Brummen der Motorsäge und das Krachen des alten Hochsitzes, der von den Waldläufer_innen gemeinsam 

umgezogen wurde, hat den Teilnehmenden dieses Lagers am besten gefallen. Zurückgekehrt vom Arbeitseinsatz gab es erstmal eine Stärkung sowie ein Eis, welches bei den heißen Temperaturen genau das richtige war.

Nach einer kleinen Ruhepause wurde dann zur Wanderung aufgebrochen. Unser Forstpate Norbert führte uns durch den Burgwald und zeigte uns interessante Orte wie etwa das Affenköpfchen, den Michelstein und sogar den „ältesten Baum der Welt“! Zur Überraschung von allen sahen wir dort noch 2 Waldkäuze, welche es sich dort bequem gemacht hatten. Zurück an der Zeltwiese starteten wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Es sollte Spätzle mit Reh-Gulasch geben, welches am vorherigen Tag schon vorbereitet wurde. Nach dem Essen sollte es noch eine Überraschung geben. Der sogenannte Wolfspfad wurde aufgebaut. Ziel davon ist, sich ganz allein nur anhand von Teelichtern durch den Wald führen zu lassen und ein Augenmerk auf die Umgebung, vor allem aber auf die Geräusche zu legen. Dieser kam vor allem bei den Kleinen, aber auch bei den Elternteilen, welche zur Unterstützung der Kleinsten mit zelteten, sehr gut an. Danach versammelten wir uns noch einmal am Feuer und ließen den Abend bei einer Singerunde gemütlich ausklingen. Am nächsten Morgen begannen wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit dem Abbau. Schließlich kamen wir noch einmal im Kreis zusammen, ließen das Lager Revue passieren und verabschiedeten uns voneinander.

Herbstlager 2017

Freitagnachmittag empfingen wir Rosphetaler unsere Gäste aus Elgershausen, nach einer kleinen Führung durch unser Gelände, richteten wir unser Lager rund um die Wolfhain Hütte ein. Anschließend wurde das, extra für das Lager erworbene, Reh aus der „Decke“ geschlagen und filetiert. Damit waren fast alle Teilnehmer bis zum Anbruch der Dunkelheit beschäftigt. Zum Abendessen grillten wir die Filets auf der Glut, dazu gab es Kartoffeln aus dem Feuer und frischen Salat. Den Abend ließen wir mit einer schönen Singerunde ausklingen. 

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück zum nahegelegenen Naturschutzgebiert, der Sandgrube, auf. Das Naturschutzgebiet „Sandsteinbruch am Hollenberg“ in Unterrosphe beherbergt Hessens größte Bärlapppopulation und diese galt es mit dem Einsatz zu schützen. Aufgabe des Einsatzes war es die Bäume, welche den Bärlappen das Licht wegnehmen, abzusägen und die Stämme wegzutragen, damit der Boden idealerweise nährstoffarm bleibt. Bis zum späten Nachmittag waren wir mit dieser Aufgabe beschäftigt, dabei halfen uns unter anderen unsere Kleinen welche mit ihrem guten Einsatz eine echte Hilfe waren. Nach dem Einsatz führen wir, zur Körperpflege, ins nahegelegene Schwimmbad in Wetter. Den Abend ließen wir dieses Mal zwar mit dem gleichen Essen aber dafür mit einer Dia-Show unserer vergangenen Schwedenfahrt ausklingen.

Am Sonntagmorgen stand eine „Pilzwanderung“ angeleitet von Norbert auf dem Programm. Wir wanderten abseits der Wege und konnten einige Pilze darunter Pfifferlinge, Steinpilze, Goldröhrlinge und auch Knoblauchschwindlinge finden. Rast machten wir an dem Aussichtspunkt „Stirnhelle“, von hier aus kann man das ganze Roshetal überblicken. Gegen späten Nachmittag kehrten wir im Lager ein. Mit den gefundenen Pilzen und den Resten vom Reh bereiteten wir an unserem letzten Abend ein vorzügliches Wild-Gulasch zu.

Montagmorgen stand Aufräumen auf dem Programm. Nachdem wir damit fertig waren reflektierten wir zu Abschluss das vergangene Lager. Wir empfanden es alle, trotz nasskaltem Wetter und der kurzen Zeit als sehr schön und freuen uns auf eine „Wiederholung“.


Großfahrt Schweden


Mit Beginn der Sommerferien starteten wir unsere Reise. Fünf von uns fuhren schon vorher
 in Richtung Norden. Am Hofgut Sunder nächtigten wir, da außer uns niemand in der Nähe war, in einem DRK-Zelt welches dort aufgebaut war. Am nächsten Morgen machten wir eine Runde um die nahen Meißendorfer Teiche und konnten viele Vogelarten u.a. Kormorane beobachten. Danach fuhren wir nach Kiel, wegen des G20-Gipfels in Hamburg dauerte dies staubedingt länger als erwartet. In Kiel angekommen wurden wir von einem Bekannten von Norbert durch die Stadt geführt. Anschließend fuhren wir Richtung Heiligen Hafen, wo wir auf einem Campingplatz, direkt an der Ostsee die Nacht verbrachten. Schon früh verließen wir das Zelt, um an den Hafen zum Hochseeangeln zu fahren. Mit dem Fischkutter MS-Tanja liefen wir aus. Bei schwerem Wellengang und Regen konnten wir einige Dorsche an Land ziehen. Somit war die Fischbeilage zum Essen gesichert. Außerdem lernten wir vom Decksmann das richtige filetieren der Fische.  

In Kiel angekommen trafen wir auf die restlichen Rosphetaler. Zusammen fuhren wir, acht Waldläufer, an Bord der Fähre Richtung Göteborg. In Schweden angekommen, startete die erste Etappe der Fahrt, die Kanutour. Bei der Anfahrt konnten wir die schöne schwedische Landschaft erstmals bestaunen. Mit drei Kanus, die wir vor Ort ausgeliehen hatten, paddelten wir durch das Seen-Labyrinth in Gustavfors im schwedischen Värmland. Gegen Nachmittag erreichten wir eine Insel, wo wir die Nacht in einem Shelter verbrachten. Von der Insel aus angelten wir einen Barsch. Das nächtliche Gewitter sorgte für besondere Stimmung im Shelter. Am darauf folgenden Tag, nach dem Frühstück setzten wir unsere Tour fort. Die Mittagspause hielten wir an einer, direkt am See gelegenen Kirche, welche zur schönsten in ganz Schweden gekürt wurde. Danach passierten wir eine Doppelschleuse, um in den Nachbarsee zu gelangen. Nachdem wir die Schleuse hinter uns gelassen hatten, paddelten wir noch einige Kilometer, bis wir unseren Nächtigungsort erreichten. Dieses Mal mussten wir uns die Insel mit zwei Schweizer Kajakfahrern teilen. Von der Insel aus, fuhren wir mit den Kanus zu einer Angeltour, die leider erfolglos blieb. Jedoch hatten wir Gelegenheit Biber zu beobachten. Den Abend ließen wir mit einer Singerunde ausklingen. Da am nächsten Morgen Regen in Sicht war, beeilten wir uns mit dem Frühstück, um möglichst schnell wieder in die Kanus zu steigen. Gegen Mittag hörte es auf zu regnen. Das nutzen wir, um uns am Ufer zu trocknen. In dieser ausgiebigen Mittagspause warfen wir noch einmal unsere Angeln aus und zogen einen Lachs und einen Barsch an Land. Als wir unsere Mittagspause beendeten, hatten wir noch ein paar Kilometer vor uns, bis wir unser Ziel den Shelter auf einer Insel erreichten. Am Abend bereiten wir die beiden gefangenen Fische zu und grillten sie über einem schönen Lagerfeuer. Wir verbrachten dort eine ruhige Nacht. Am nächsten Morgen, begrüßte uns das breite Lächeln der Sonne. Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, beluden wir die Kanus und begaben uns wieder zu unserem Startpunkt. Am Kanu-Verleih angekommen begrüßte uns der Besitzer mit Eimern und Schwämmen.

Nachdem wir die Kanus und uns frisch gemacht hatten, gingen wir in Arjäng einkaufen und fuhren danach mit den Autos in das Naturreservat Glaskogens, wo wir uns in einem Info-Center über mögliche Wanderroten informiert hatten. Wir brachten die Autos zum Parkplatz und dann wurde aufgesattelt. Da es schon recht spät war, hatten wir uns für eine kurze Route entschieden. Als wir den Shelter erreichten und die Tarps aufgebaut hatten, begann der Kochdienst mit der Zubereitung des Abendessens. Als wir alle beisammen saßen und aßen, merkten wir, dass die Mücken und Sandmücken, die wir zuvor nur gemindert wahrgenommen hatten, immer mehr zu einer Plage wurden. Nach einer fast schlaflosen Nacht, welche den Mücken und Sandmücken geschuldet war, entschieden wir uns das Frühstück an einen Ort zu verlegen, wo uns nur wenige Mücken begegneten. Als sich die Mückenplage beim Frühstück nicht verringert hatte, entschieden wir uns nicht um den See zu wandern, sondern wählten alle gemeinsam eine neue Route. Diese führte uns über schöne Hügellandschaften und durch Moore, die wir auf einem Planken-Weg durchquerten. Während der Wanderung konnten wir einige Heidelbeeren und Pilze sammeln. Spät am Abend erreichten wir unseren Shelter, wo wir im Gästebuch einen Eintrag von den Hofheimern vorfanden. Kurz nachdem wir angekommen waren, entschieden wir uns im See, der direkt beim Shelter lag baden zu gehen. Nach einem so langen Wandertag tat diese Abkühlung wirklich gut. Wir hatten sogar die Chance von einem Felsvorsprung in den kühlen See zu springen, welche wir natürlich nicht ungenutzt ließen. Nach dem Abendessen legten wir uns früh schlafen, um den verlorenen Schlaf der vorherigen Nacht wieder nachholen zu können. Als wir am Morgen wach wurden war uns schon klar, dass die bevorstehende eine harte Wanderung werden würde, denn der Wind hatte in der Nacht den Regen genau in unsere Richtung getrieben, welcher uns dann den ganzen Tag zur Last fiel. Nach einer langen Wandertour erreichten wir, komplett durchnässt, die Autos und machten uns auf den Weg nach Arvika.


In Bosebyn, in der Nähe von Arvika, bezogen wir eine Hütte direkt am See. Von hier aus ließen wir unsere Reise ausklingen. Da zu dem Haus ebenfalls ein Boot gehörte, nutzen wir die Zeit oft zum Angeln und konnten einige Hechte fangen. Des Weiteren begaben wir uns, von dem Haus aus, zu einigen Touren, u.a. nach Norwegen. In Kongsvinger machten wir eine Tour durch die Altstadt und besichtigten die örtliche Festung. Am Haus selbst nutzen wir die Zeit um landestypische Spezialitäten, wie z.B. Köttbullar oder Fischsuppe zu kochen oder für ausgiebige Singerunden. Nach unserer Zeit am Haus machten wir uns mit den Autos und der Fähre wieder auf die Heimreise.

Hinter uns lag nun eine sehr gelungene Fahrt in Schweden, in dieser Zeit haben wir im Kanu und auch zu Fuß die Natur intensiv erlebt und genutzt. Außerdem konnten wir uns, ebenfalls durch einige Stadt-Besichtigungen, ein Bild von der schwedischen Kultur machen. Deshalb freuen wir uns auf ein Wiedersehen, Hej då Svergie! 

Herbstlager 2016

Vom 16.10.2017 – 17.10.2016 fand unser erstes Herbstlager statt, dass von unserem Horstleiter Dustin Weise organisiert wurde.

Wir trafen uns um 13:30 an unserer Hütte, und begannen dort auf der dazu gehörigen Wiese, die 2 Kothen aufzustellen, welche wir für die Übernachtung benötigten. Mit insgesamt 12 Teilnehmern ging dies auch relativ flott.

Tag 1: Aufbau und Gemütlichkeit 


Nachdem Aufbau der Kothen machten wir uns dann an unser Abendessen. Wir teilten die Aufgaben, und so konnte schließlich jeder seinen Teil zu unserem gemeinsamen Abendessen beitragen, welches uns auch sehr gelegen kam, da bei dem kalten Wetter Chili-Con-Carne genau das richtige war. Nach unserem gemütlichen Abendessen begannen wir dann, unser Lagerfeuer in der Nähe der Kothen zu entzünden. Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen, mit einer gemütlichen Runde um unser Lagerfeuer.


Tag 2: Motivierende Arbeitseinsätze 


Am nächsten Morgen, ging es dann auch schon früh raus. Um 9:00 

wurden wir aus den Federn geschmissen. Da wir gegen 10:00 Uhr geplant hatten, einen Arbeitseinsatz zu beginnen musste das Frühstück schnell vonstattengehen. Als wir schließlich alle gestärkt waren ging es los. Wir sind mit Norbert in den Langengrund gefahren, um dort Birken zu entfernen, die im Moor ihre Wurzeln geschlagen haben. Gegen 13:00 Uhr, als wir fast alle Birken beseitigt hatten, wurde zum Mittag gerufen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es auch direkt weiter, zu unserem zweiten Einsatz. Bei unserem 2 Einsatz, mussten wir Fichten, die vorher von den Waldarbeiten freigeschnitten wurden, von der jeweiligen Fläche, ein paar Meter in den Wald tragen. Dies war vor allem gegen Ende hin ein wirklicher Kraftakt, aber dennoch war jeder danach glücklich, und zwar nicht nur da wir fertig waren, sondern auch da wir unserem Ziel nächstes Jahr nach Norwegen zu fahren, einen großen Schritt näher gekommen sind.

Als wir schließlich zu unserer Hütte zurück kehrten, hörte man sehr viel positives Feedback, vor allem, da das Lagerfeuer am Abend, und das gemütliche bei samen sitzen, mal wieder etwas anderes war, als Abends vorm Fernseher oder PC zu sitzen.

Rosphetaler Horstlager Nr. 1

Unser erstes Horstlager, welches erstmals von den Gruppenleitern Dustin und Jan-Phillip organsiert wurde, fand von Freitag dem 16.05 bis Sonntag den 18.05.2014 statt. Wir Wölfe (ab 12 Jahre) und die jüngeren Welpen (von 6 bis 12 Jahre) der Rosphetaler Gruppe trafen uns am Freitag um 15 Uhr auf der Zeltwiese, die etwa in 200 m Entfernung oberhalb unseres wöchentlichen Treffpunkts, der Wolfhainhütte, und abseits der Wege liegt. Sonst dient sie als Wildäsungsfläche. Insgesamt waren wir 18 Teilnehmer, darunter 2 Gruppenleiter und Norbi, unser Forstpate.

Tag 1: Vorbereitung und Durchstarten

Nach der Arbeit bzw. Schule gingen wir in einer Kleingruppe einkaufen. Anschließend wurden noch die letzten Materialien zusammen gesucht und auf gings zur Zeltwiese. Nach kurzer Zeit trafen alle Teilnehmer ein und wir konnten eine allgemeine Einweisung geben, um die wichtigsten Regeln z B zu Waldbrandvermeidung, Schutz vor Zecken oder Unfallgefahren zu erläutern. Der Aufbau der Jurte dauerte zwar etwas länger als geplant, aber wir haben es dennoch gut hinbekommen. Zum Abendessen machte Norbi uns dann seine allzu berüchtigte Paella-Pfanne mit Rehfleisch und viel Gemüse, bei der vor allem die Welpen beim Schnippeln mithelfen konnten, und alle satt machte. So konnten wir zum gemütlichen Teil des Abends übergehen: Geschichten erzählen, singen und Tschai genießen.

Tag 2: Kooperation und Wolfspfad

Nach einer recht kurzen und kalten Nacht - ein paar Wölfe hatten am Lagerfeuer außerhalb der Jurte geschlafen - frühstückten wir gemeinsam mit frischen Brötchen und Kakao. Vormittags halfen alle gemeinsam dabei Feuerholz zu sammeln, teilweise eingewachsenen Gatterdraht zu entfernen und Feuer für das Mittagessen vorzubereiten. Währenddessen bereiteten wir Gruppenleiter für den Nachmittag Kooperationsspiele vor. Unter anderem „Die Rettungsleiter“ und „Capture the Flag“. Die Spiele kamen sehr gut an und wir hatten viel Spaß. Zum Abendessen wurden Reh und Würstchen gegrillt. Das Reh hatten wir bereits im Januar während einer Gruppenstunde gemeinsam aus der Decke geschlagen, zerwirkt und küchenfertig eingefroren. Anschließend hieß es: Stöcke schnitzen für Stockbrot und Tschai zubereiten. Während wir am Feuer saßen, bereitete Norbi den Wolfspfad vor. Dieser startete an der Zeltwiese und ging bis zu unserer unterhalb liegenden Wolfhainhütte. Wir hatten in mehreren früheren Gruppenstunden einen ca 400 m langen heimlich verlaufenden und verschlungenen Pirschpfad von der Hütte bis zur Wiese angelegt, den wir normalerweise zum Trinkwasserholen aus der Hüttenquelle benutzen. Es gab sogar einen Knüppeldamm über einen kleinen Bach. Jetzt nutzten wir ihn für den Wolfspfad. Beim Wolfspfad geht es darum, den Weg in stockdunkler Nacht zu einem meist unbekannten Ziel zu finden, indem man den aufgestellten Kerzen oder Teelichtern folgt. Dabei kann man immer nur von einem Licht bis zum nächsten sehen. Der Wegverlauf dazwischen muss gerade verlaufen und mehr oder weniger frei von Hindernissen sein. Auf einem längeren Teilstück hatte Norbi ein Seil entlang der Bäume gespannt, an dem man sich im Dunkeln entlang tasten musste, bis man das nächste Licht sah. Kurz vor dem Ende gab es dann noch auf einem dunklen Teilstück eine unerwartete Überraschung: Zwischen den Bäumen war ein Seil zu einem überdimensionalen Spinnennetz gewebt, durch das man durchklettern musste. Bei der nächtlichen Wanderung ging jeder einzeln den Weg im Abstand von 3 Minuten im sonst stillen Wald. Das war ein tolles und intensives Erlebnis und der Höhepunkt unseres Lagers. Nach der Wanderung ließen wir den Abend noch fröhlich ausklingen.

Tag 3: Aufräumen und Abreise

Nacht ging schnell vorbei, am Morgen wärmten wir uns am Feuer. Gegen 10 Uhr frühstückten wir und fingen an, unsere Unterkunft aufzuräumen und zu ordnen. Danach konnten wir relativ schnell bei herrlichstem Sonnenschein die Jurte abbauen. Überhaupt hatten wir viel Glück mit dem Wetter in diesem eher verregneten und kühlen Frühling. Es war wohl das schönste Wochenende im Mai, das wir erwischt hatten. Anschließend ging alles recht schnell: Die Jurte wurde abgebaut und eingepackt, das Feuer gelöscht und die Feuerstelle aufgeräumt, die restlichen Steine vom Lagerplatz entfernt und die letzten Reste verzehrt. Nachdem alle Eltern eingetroffen waren, haben wer gemeinsam eine Feedbackrunde gemacht, in der alle erzählt haben, was uns gut und was uns nicht so gut gefallen hat. Überwiegend gab es aber nur positives Feedback, was uns als Team natürlich sehr gut gefallen hat. Vor allem wurden die Kooperationsspiele und der Wolfspfad erwähnt. Um ca. 14 Uhr hatten wir dann alles fertig und konnten den Lagerplatz verlassen und das Lager beenden.