Elgershausen

Wiederbewaldung des Hölzchens - FREIday for Future

Das Aktions-Wochenende im Elgershäuser Hölzchen...

...lief mit einer spitzenmäßigen Beteiligung. Am Freitagvormitag begrüßte Forstpate Rainer Weishaar zwei Klassen der Heinrich-Schütz-Schule Kassel unter dem Motto "FREI-Day for Future": auch ohne Schülerstreik wurde viel Positives für die Zukunft geleistet.  Unter Anleitung einiger Altspechte und gemeinsam mit den beiden FÖJ'lern des Forstamtes Wolfhagen räumten 60 Siebtklässler mit ihren drei begleitenden Lehrerinnen emsig Fichtenäste zusammen, um die durch Windwürfe und Borkenkäferbefall FREI gewordenen Flächen bepflanzbar zu machen. Die Altspechte Bruno und Stefan Roller zogen mit Schlepper und Seilwinde die aufgearbeiteten Windwurf- und Käferbäume aus dem Wäldchen. Derweil bereitete ein Wald-Küchenteam unter der Leitung des 'Waldläufers der Reserve' (W.d.R.) Frank Dr.ost leckeren Früchtetee und zwei verschiedene Suppen auf den beiden Lagerfeuern. Nach der leckeren Stärkung wurde noch ein am Vortag in einem Elgershäuser Garten ausgegrabener Eichen-Setzling mit irre langer Pfahlwurzel gepflanzt. Die (meisten) Beteiligten waren mit viel Eifer dabei.

Bei der gemeinsamen Aktion der Alt- und Jungspechte am Samstag waren 34 Menschen aktiv.  Es wurden vom Sturm angeschobene Bäume gefällt und mittels Seilwinde (nachmittags auch mittels Niklas' Kaltblutpferd) gerückt. Auf einer weiteren Fläche wurden Äste zusammen geräumt und anschließend sogleich mit der Wiederbewaldung begonnen. Wieder waren neu an Waldjugendarbeit interessierte Väter mit ihren Kindern dabei. Tiefwurzelnde Tannen, Douglasien, Lärchen und klimaangepasste Atlas-Zedern wurden geplanzt. Um den Mischwald zu komplettieren wurden auch klimaresistente Baumhasel-Bäumchen, Vogelkirschen, Elsbeeren, Speierlinge, 25 Bäume des Jahres (= Flatter-Ulme) sowie robuste Hainbuchen gepflanzt und gegen Rehverbiß geschützt. Hierzu wurden bei Nadelholz sogenannte Freiwuchsgitter und bei Laubholz Wuchshüllen verwendet. Der Horstleiter Horst Pilgram leitete die Kids zum Wasser holen mit Giesskannen an - so dass jeder Setzling auch gleich gut versorgt wurde.

Am Lagerfeuer leitete W.d.R. ein Grillteam, das zuerst leckeren Tee und danach kräftigende Bratwürstchen zubereitete. Die Restarbeiten erledig(t)en die Altspechte Helmut Siebert und Dorina Schmidt am Montag spätnachmittag (25.3.). 10 Bäume aus dieser Baumschul-Lieferung werden von der Waldjugendgruppe Warmetal gemeinsam mit dem NABU Habichtswald gepflanzt. Die komplette Aktion wird finanziert durch ein vom hessischen Landesverband der Deutschen Waldjugend ermöglichtes Sponsering der 'SV SparkassenVersicherung Holding AG'.

Am kommenden Samstag will die Waldjugend die Aktion Saubere Landschaft in Schauenburg unterstützen. Mindestens 15 Waldläufer wollen in ihrer waldgrünen Kluft um 9:00 Uhr zum Treffpunkt am Schützenfestplatz Elgershausen kommen.

Forsteinsatz zur Vorbereitung der Wiederbewaldung

21 Helfer teilten sich auf: Auf der Streuobstwiese waren eine handvoll Spechte aktiv. Unter der fachlichen Anleitung von Dorina und Udo wurden mehrere Bäume beschnitten und die Äste weggeräumt. Die Waldläufer haben dabei toll mitgeholfen und sicherlich auch viel gelernt.

Der Großteil der Corona hat jedoch bei der Flächenräumung geholfen. Pasquale begann zusammen mit dem Forstpaten schon vor 9 Uhr mit der Aufarbeitung von zwei am Montag bei NW-Sturm geworfenen Fichten. Der Harvester hatte bereits im Spätherbst die vom Borkenkäfer befallenen Fichten entnommen und die Äste auf der Fläche belassen. Die Äste wurden mittels Motorsäge auf Ofenlänge geschnitten oder in von allen Beteiligten handelbare Längen geschnitten. Mittels Schubkarren wurden die Kurzlängen zum Brennholzlager gebracht und dort aufgestapelt. Nicht jeder Schubkarrentransport durch die Kids lief problemlos: Wenn man mit 3 Kindern eine Schubkarre bewegt, kann der schon mal aus dem Gleichgewicht geraten...  ;-)  Die längeren Astteile wurden als Windschutz entlang des Weges oder auf Asthaufen zusammen gelegt. Weitere Flächen können noch auf diese Weise vorbereitet werden, damit bei der Pflanzaktion am 23.3. genügend Pflanzplätze zur Verfügung stehen. Die Trennschnitte mit der Motorsäge sind bereits gemacht. Also können die Kids sich auch eigenständig verabreden und bei passenden Bedingungen weiter vorbereiten. Bei einer zusätzlichen Gruppenstunde am Samstag, 16.3. ab 9:30 Uhr soll weiter Fläche geräumt werden. Falls von der Warmetaler Waldjugendgruppe Helfer kommen wollen - herzlich willkommen.

'Waldläufer der Reserve' Frank Dr.ost hatte der großen Helferzahl entsprechend Bratwürstchen auf dem Lagerfeuer im Pilz gegrillt, so dass gegen Mittag die hungrigen Mäuler gestopft werden konnten.  Auch der leckerere Früchtetee aus dem Hortentopf über'm Feuer fand reißenden Absatz. Insgesamt eine tolle Aktion, bei der erfreulicherweise auch viele Väter neu hinzugekommener Jungspechte toll mitgeholfen haben. DANKE.

Noch am selben Nachmittag, Abend und am Sonntag hat Sturm die Bäume wieder stark strapaziert. Das Bestandesgefüge der Fichtenbestände ist überall in der Region sehr instabil geworden. Bei Hoof wurden einige Fichten entwurzelt. Die restlichen Fichten im Hölzchen sind (noch) stehen geblieben.

Bildrechte Frank Drost

Besuch im Naturkundemuseum Kassel

Naturkundemuseum im Ottoneum: Insgesamt 14 Personen besuchten am Sonntagvormittag mit der Waldjugend die Sonderausstellung 'Leben im Dunkeln'. Die von uns gebuchte junge Museums-Führerin verstand es, die dargestellten Themen kindgerecht, sehr interessant und lehrreich darzubieten. Dass es neben den bekannten menschlichen Sinneswahrnehmungen (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) im Tierreich noch weitere gibt, war vielen voher nicht bewusst: z.B. die Wahrnehmung von:

- elektrischen Feldern bei Haien und Rochen,

- magnetischen Feldern bei den Zugvögeln,

- Infrarotlicht bei Süsswasserfischen

- ultraviolettem Licht bei einigen Insekten, Reptilien, Vögeln, Tiefseefischen

- Ultraschall bei Fledermäusen und Delphinen

- Infraschall bei Elefanten und Eulen

- sehr empfindliche Tasthaare bei Spinnen und Insekten

- Wasserdruck und -bewegung durch das Seitenlinienorgan bei Fischen

Unser Jugendgruppenleiter Eric glänzte mit biologischem Fachwissen und benannte die Lorenzinischen Ampullen bei Haien und Rochen zur Lokalisierung von elektrischen Feldern...

Die Museumsführerin attestierte den z.T. im Waldkindergarten aufgewachsenen 'Waldläufern' ein bereits großes Naturwissen. Neugierig sind wir schon auf die nächste Sonderausstellung des Kasseler Naturkundemuseums "GIFT" ab Mai. 

Nach 75 Minuten blieb noch genügend Zeit um die beiden oberen Etagen im Museum zu erkunden. Als Lohn für die interessierte Beteiligung durften sich die Kids auf Kosten der Jugendkasse noch ein spannend aufgemachtes 'Benny Blu-Heftchen' aussuchen und mit nach Hause nehmen.

Die nächste Gruppenstunde ist am Samstag, 23. Februar ab 9:30 Uhr im Elgershäuser Hölzchen. Unter anderem wollen wir Nistkästen und Futterglocken aufhängen.

Nistkastenkontrolle

Zur Nistkastenkontrolle teilten sich die 12 Jungspechte bei der Gruppenstunde am vergangenen Samstag auf in zwei Gruppen: 5 Kids aus Großenritte wanderten mit dem Vereinsvorsitzenden Horst Pilgram und dem Vogelschutzbeauftragten Ludwig Fingeling in den Langenberg. Die kontrollierten Nistkästen waren zu etwa 90 % belegt gewesen. In einem Nest fand man sogar die Reste von 2 Trauerschnäpper-Eiern, häufig deutete Nestform und Aufbau auf eine Meisenbrut. Manchmal war sogar ein zweites Nest über das erste drüber gebaut. Zwei Nistkästen waren kaputt und müssen ausgetauscht werden. Seitens des Vogelschutzbeauftragten gab es auch viele interessante Erklärungen.

Die zweite Gruppe Waldläufer kümmerte sich um die Nistkästen im Hölzchen bzw. an der Streuobstwiese. Unter der Leitung von 'Altpecht' Siggi Müller wurde auch dokumentiert welche Vogelarten gebrütet hatten. Die Aktion soll am 23. Feb. fortgeführt werden.

Zwei der Größeren kümmerten sich bald um das Lagerfeuer, so daß sich gegen Ende - nach kurzem Spiel mit dem Pompfen - alle in der Lagerfeuer-Abschlussrunde aufwärmen konnte.

Am kommenden Sonntag (17.2.) planen wir bei entsprechender Resonanz einen gemeinsamen Besuch im Naturkundemuseum: Wir wollen uns durch die Ausstellung 'Leben im Dunkeln' führen lassen, die unser Forstpate schon besucht hat. Gemeinsame Abfahrt mit Bildung von Fahrgemeinschaften um 9:30 Uhr am Raiffeisen Parkplatz Elgershausen.

Am Sa, 9. März ist eine Gruppenstunde Obstbaumschnitt geplant und am 23. März wollen wir neue Setzlinge im Hölzchen pflanzen.

Besuch des Planetariums mit astronomisch-physikalischem Kabinett der Orangerie Kassel

Astronomisch-Physikalisches Kabinett und Planetarium

Am 6.1.2019, einem verregneten Sonntag, haben sich 9 Waldjugendkinder und ihre Eltern getroffen, um zusammen die Vorführung „Der grüne Planet: Zwischen Eiszeit und Treibhaus“ im Planetarium in der Orangerie anzusehen. Wir haben uns zuerst die Ausstellung in der Orangerie angesehen. Es gab viele alte Fernrohre, Uhren und Messgeräte zu sehen. Am schönsten fand Carl (10 Jahre) die Fledermaus, die an einem alten Glockenspiel hing. Ben (14 Jahre) fand gut, dass die Uhren auch vorgeführt wurden. Dann sind wir ins Planetarium gegangen und haben die tollen Stühle ausprobiert, die kann man kippen und drehen. Die Vorführung hat uns gezeigt wie das Klima auf der Erde entsteht und wie wir Menschen es beeinflussen. Alles wurde gut erklärt und die Darstellung auf der kuppelförmigen Leinwand war sehr beeindruckend. Auch die Musik war toll. Es war ein sehr schöner Ausflug - auch weil das Eintrittsgeld aus den Einnahmen unserer selbst hergestellten Leckereien bezahlt wurde... Das Planetarium besuchen wir Waldläufer sicher nochmal - zur Weltraumerkundung.

Und weils so schön war ein weiterer Kinderbericht

Wir trafen uns um 14:oo Uhr am Raiffeisen-Parkplatz in Elgershausen, bildeten Fahrgemeinschaften und fuhren nach Kassel. Vor Ort  trafen wir uns wieder und betraten die Orangerie. Als erstes sahen wir ein Riesen-Pendel welches sich wegen der Erddrehung immer in kleinen Abständen veränderte und alle zehn Minuten einen Metallstab um schmiss. Danach konnten wir noch verschiedene Geräte, die die Uhrzeit anzeigten, besichtigen. Dann durften wir durch verschiedene Teleskope schauen. Eine der coolsten Sachen war ein Riesen- Uhrwerk was eine Frau bedienen konnte. Doch zum Schluss sind wir noch in einen kreisförmigen Raum und haben in Liegestühlen eine Doku über den Klimawandel  geguckt. Am Ende waren alle begeistert.    Samionos Fricke,  12 Jahre


In der Gruppenstunde der Jungspechte am Samstag, 12.1.2019 wollen wir ab 9:30 Uhr im Hölzchen gemeinsam Futterglocken für Singvögel basteln. Ob der Vogel des Jahres 2019 - die Feldlerche - wohl auch an unsere Futterglocken kommen wird?

Weihnachtsbaum Aktions-Wochenende

Freitag direkt nach Schulschluß sind einige Waldläufer in Fahrgemeinschaft mit zwei aktiven Müttern und einem Vater nach Kassel zur Hessenschanze gefahren. Beim Weihnachtsbaumverkauf vom Forstamt Wolfhagen wurde der Einnetz-Service seitens der Waldjugend angeboten - gegen eine Spende. Während die Mütter am Waldjugendstand die von und mit den Waldläufern produzierten süßen Leckereien feilboten, hatte die Jugendlichen und Kids ihren Spaß beim Einnetzen, denn es wurden nicht nur Bäume durch den Trichter geschoben. Auch einige Kids waren danach in der Bewegungsfähigkeit leicht eingeschränkt und durften 'gesiebte Luft' atmen. Durch hüpfende Fortbewegung auf geschlossenen Beinen kam der Kreislauf bei Kälte wieder in Wallung.

Währenddessen bauten die Waldjugend-Gruppenleiter vor dem Elgerhaus die Hütte für den Weihnachtsmarkt der Vereine auf und komplettierten den Waldjugend-Stand am Samstagmittag mit dem mobilen Backofen. 

Samstagmorgen an der Kamphütte am Habichtspiel: Zeltaufbau, Hüttenofen anheizen, Feuertrommel in Betrieb nehmen, Gaskocher betriebsbereit aufbauen, den Holzkohlegrill vorbereiten, einen Aktionstisch für Kinder vorbereiten, Wegtragen von Fichtenstangen...  Umfangreiche Aufgaben - gemeinsam mit den Verantwortlichen der Landesbetriebsleitung von HessenForst, dem Waldjugend-Forstpaten Rainer Weishaar und zwei Elternteilen ging es Hand in Hand und machte allen Beteiligten Spaß.

Eine Bäckerei brachte Kaffee und leckere Plätzchen - die Waldjugendlichen bereiteten Probierhäppchen mit selbst hergestellten leckeren Brotaufstrichen vor. Als der einladende Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und der Leiter des Landesbetriebs HessenForst Michael Gerst kamen, waren die Vorbereitungen für den Weihnachtsbaumbrunch fast fertig. Die Pressesprecher des RP und von HessenForst halfen noch beim richtigen Positionieren einiger Weihnachtsbäume in großen mittig gelochten Fichtenstammscheiben. Mit aus Stammscheiben ausgesägten Sternen wurde der Platz ausgeschmückt, so dass die eingeladenen Vertreter von Rundfunk, Fernsehen und lokaler Presse ab 11 Uhr trotz frostiger Temperatur ein von Jagdhornbläsern akutisch begleitetes stimmungsvolles Ambiente vorfanden. Einsatz und Auftreten der Jungspechte hat wohl allen gut gefallen, denn im Spendenkasten waren mittags über 220 € drin. Neben den  kostenlosen Wildbratwürschen gingen auch einige Schraubgläschen mit süssen Leckereien über den Tresen - die Weihnachtsbäume konnten auch in der Kultur selbst frisch geschlagen werden - zu denselben Preisen wie beim Verkauf an der Hessenschanze.

Mittags war dann ein schneller Abbau von Nöten, denn der Waldjugend-Stand sollte ab 15 Uhr am Elgerhaus betriebsbereit sein.

In der Pizzeria Belvedere wurden die KOSTENLOS vorbereiteten Teigböden abgeholt, so dass im auf 350° C vorgeheizten Mobilbackofen gebacken werden konnte. Die Waldjugend-Gruppenleiter trafen mit dem Flammkuchen-Angebot ins Schwarze. Immer wenn einer aus dem Holzbackofen kam, wechselte die Flammkuchenanzeige auf grün. Gerade die Jungspechte hatten sichtlich Spaß im Verkaufsstand. Aufgrund großer Nachfrage war der vorbereitete Teigvorrat gegen 18 Uhr erschöpft. Selbst die Nachlieferung vom Pizza-Bäcker war schnell 'an die Frau' gebracht...

Eine nochmalige kurze Einkaufstour zeigte: der Teig aus der Elgershäuser Pizzeria war doch wesentlich besser als der schneller schwarz werdende gekaufte Fertigteig aus dem noch offenen örtlichen Einkaufsmarkt...

Beim Abbau am Sonntagvormittag hatten der Forstpate und sein größter Gruppenleiter Eric Ellenberger zwar den Vorteil, sogar die Dachverschraubung ohne Leiter lösen zu können - mit weiteren Helfern wären wir wohl noch vor der einsetzenden Schneeschauer fertig geworden.

Alles in allem ein sehr erfolgreiches Wochenende für die Jungspechte - mit guter Präsentation in der Öffentlichkeit und wesentlich verbessertem finanziellen Polster in der Jugendkasse. #

Herzlichen Dank allen Beteiligten.

Harvestereinsatz im Hölzchen

Kurzfristig hatte sich am Freitag ergeben, dass Harvesterfirma Wulf aus Lichtenau-Kleinenberg am Samstag mit der Aufarbeitung der vom Borkenkäfer befallenen Fichten und Lärchen beginnen konnte. 20 interessierte Waldläufer zwischen 3 und 57 Jahren waren (teilweise mit Elternteilen) trotz diesigem Wetter gekommen. Forstpate Rainer Weishaar achtete auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes zur Maschine (90 m). Alle staunten über die Geschwindigkeit und imposante Arbeltsweise des Harvesters mit 350 PS. Von den Arbeitsgassen aus kann er mit einem 11m-Kran bis zu 65 cm starke Bäume mit einem Schnitt fällen und zielgerichtet zu Fall bringen. Bei stärkeren Bäumen muss er zwei Mal zupacken und schneiden. Die Vorschubwalzen ziehen den im Kran gehaltenen Stamm an den eng anliegenden Entastungsmessern vorbei - dadurch werden die Äste sauber abgetrennt. Der Bordcomputer steuert über ein Messrad die Stammlänge zentimetergenau, so dass mittels hydraulische Kappsäge auf 3,00 m, 4,10 m oder 5,10 m abgelängt werden kann. Die einzelnen aufgearbeiteten Sortimente werden gemessen,  und durch Steuerung des Krans gezielt jeweils zusammen abgelegt. Dadurch kann der später kommende Rückezug die verschiedenen Sortimente zusammen greifen, aufladen und in jeweils einem Holzpolter am LKW-fähigen Weg bereitstellen - zur Abfuhr ins Sägewerk.

Neben dem Beobachten der Aktion ermöglichte der gelernte Forstwirt und Maschinist Lukas Kleinhans auch eine Besichtigung der stehenden Maschine und erklärte bereitwillig Funktionsweise und Bedienung. Für sein Kommen am Samstag für 4 Stunden - speziell wegen der Maschinenvorführung für die 'Waldläufer' - bekam er neben von Waldjugendlichen hergestellten Fruchtaufstrichen auch Informationsmaterial über die Waldjugend, die er vorher noch nicht kannte. Toll, dass jeder Interessierte mal in der Kabine Platz nehmen durfte. Zur Stärkung steuerte Thomas Schaub mittags Rührei mit Speck und Zwiebeln auf Brot bei - auf dem offenen Feuer zubereitet.

Die Prophezeihung des Forstpaten, dass nach der Entnahme der im Dürrejahr 2018 vom Borkenkäfer befallenen Bäume das Hölzchen nicht wieder zu erkennen wäre, haben nun alle Anwesenden hautnah miterlebt. Heute am Montag wird die Maschine weiter arbeiten.

Vorausschauend haben die (Jung-)Spechte im Frühjahr bereits kleine Douglasien gepflanzt und im Herbst Eicheln gesät. Zum Sichern des Anwuchses derselben müssen ggf. Äste beiseite geräumt werden. Mit den im Herbst aufgestellten Borkenkäferfallen konnten noch einige gefangen werden. Zur Flugzeit dieser Schädlinge sollen bei ansteigenden Temperaturen die Fallen mit Pheromonen (=Sexuallockstoffen) wieder fängisch gemacht werden.

Gesellschaftsjagd im Orketal

Zusammen mit dem Forstpaten Rainer Weishaar waren Gruppenleiter Achim, Simon aus Gudensberg sowie Neo und Neela mit ihrer Mutter Eva am 17.11. zur Gesellschaftsjagd im Orketal. Nach begrüßendem Jagdhornklang und Ansprache der Jagdcorona wurde der vorbereitete Versorgungsstand weiter aufgebaut. Etwa zwei Stunden waren die Waldläufer unter der Leitung des Revierförsters zur Verstärkung der Treiberwehr an den steilen bewaldeten Hängen im Orketal unterwegs. Bei stahlblauem Himmel wurde der Rauhreif schnell in glitzernde Wassertropfen verwandelt. W u n d e r schön. "Die erste halbe Stunde des Treibens war am spannendsten, da haben wir viele Wildschweine und Rehe gesehen" sagte Neo (13 J.)

Auch seine Schwester und Mutter Eva fanden den Beginn am interessantesten, aber auch die Zeremonie am Strecke-Platz und das Verblasen der einzelnen Wildarten war etwas Besonderes.

Als erste zurück am Streckenplatz erwärmten die Jungspechte mittels Feuertrommel und Gaskocher Würstchen und Heißgetränke. Wir schmierten Brötchenscheiben, um unseren selbst hergestellten Quitten- bzw. Apfelgelee oder die 'Apfelkonfitüre Salted Karamel' bekannt zu machen. Die nach und nach eintreffenden (mehr oder weniger erfolgreichen) Jäger waren dankbare Abnehmer unserer angebotenen (Heiß)getränke und stärkten sich mit Kochwürstchen. Unsere mitgebrachte Gerstenkaltschale (die mit dem Plop aus dem hohen deutschen Norden) war wegen der hoch stehenden Mittagssonne bald aus. Glühwein und Kinderpunsch erwärmte die Mitglieder der Jagdcorona am 'Streckenplatz'.

Derweil arbeiteten die Nachsuchengespanne im Jagdgebiet: sie fanden weitere erlegte Stücke bzw. führten Kontrollsuchen durch. Dabei wird mit der sehr empfindlichen Spürnase des Hundes überprüft, ob das beschossene Stück Wild tatsächlich mit dem Schrecken davon gekommen war. Wenn am Anschuss jedoch 'Schweiß' (Jägersprache für Blut) gefunden wird, führt der Schweißhund zum manchmal weiter entfernt liegenden Stück.

Insgesamt hat Neela auf dem mit Fichtenzweigen ausgelegten Waldwiesenteilstück 24 Tiere gezählt: 1 Stück Rotwild, 14 Stück Schwarzwild (Wildschweine) und 9 Rehe. Ein erfolgreicher Jagdtag (mit über 60 Schützen) ging zu Ende mit der gemeinsamen umweglosen Heimfahrt im VW-Bus und Abladen des PKW-Hängers. Morgens hatten wir auf halber Strecke noch 80 frische Brötchen gekauft. Danach führte uns das Navi führte auf tlw. abenteuerlichen Wegen erstmal nach NRW und dann wieder zurück nach Hessen in das kleine Dorf Dalwigksthal. Der Kommentar unseres mit Neo vorausgefahrenen Forstpaten: "Trotz moderner Navigationstechnik sollte ein Beifahrer den Verstand nicht ausschalten und mittels Karte die  Z i e l führung nachvollziehen..."  Leider war weder Zeit noch Badehose vorhanden - sonst hätte man dem Medebacher Wellenbad einen Besuch abstatten können...  ;-)


Zur am Samstagvormittag angebotenen Gruppenstunde im Hölzchen waren gemäß der Eintragung im seit 1962 fortlaufend geführten Hüttenbuch 15 Personen, davon vier engagierte Elternteile, zugegen. Unter der Gruppenleitung von Simon Drost  bei Mithilfe einiger Eltern wurden Hütten gebaut, Geländespiele gespielt und zum Abschluss noch Marshmellows am Spieß gegrillt.

Zu den 'Basics' gehört, dass sich jeder bei einer im Hölzchen stattfindenden Waldjugend-Aktivität im Hüttenbuch mit Vor- und Zunamen einträgt und auch die Aktion seitens der Gruppenleitung kurz beschrieben wird.

Endlich wieder Regen im Rekordsommer 2018

Regen zur Gruppenstunde...


...hat die Beteiligten und die Natur erfreut. Es hätt' zwar mehr sein können - war aber genug, um in der überdachten Feuerstelle während des Regens endlich mal wieder ein kleines Lagerfeuer zu entfachen. Dieses war für die zahlreich gekommenen neuen waldjugendinteressierten Kids mit ihren Eltern natürlich besonders interessant. Am Vortag war gerade die Waldbrandalarmstufe A für Hessen zurückgenommen worden. Trotzdem ist wegen der trockenen Vegetation weiterhin erhöhte Vorsicht geboten.



Bei dem vom Vereinsvorsitzenden Horst Pilgram angebotenen Gruppenstundenthema 'Gewässeruntersuchung - Was lebt im Bach?' waren Wasserkäfer, Köcherfliegen- und Libellenlarven, ein Rückenschwimmer -außerdem sogar ein Wasserskorpion gefunden worden. Im kleinen Aquarium und unter dem Mikroskop haben die Kinder interessiert beobachtet. Nebenbei wurden Sitzflächen der neu gebauten Schwedenstühle aus Eichenholz mit Sandpapier geglättet und anschl. mit Olivenöl behandelt. Damit können wir beim nächsten Mal noch weitermachen... Allen, die das erste Mal gekommen waren, hat es sehr gut gefallen. Sie wollen das nächste Mal gern wieder dabei sein.

Richtung Lützelbach sind viele Lärchen und Fichten vom Borkenkäfer befallen. Eine baldige Nutzung der Bäume sollte dessen Ausbreitung vermindern. Die im Frühjahr von Waldjugendlichen im Hölzchen gepflanzten Douglasien haben unter der Trockenheit stark gelitten. Vermutlich müssen wir nochmals pflanzen.

Landeslager-Hajik 2018 - aus Sicht der teilnehmenden Kinder

Der Haik

Unsere Gruppe bestand aus Eric, Michael, den beiden Idsteinern, Neo, Samio und Horst.  Der wollte eigentlich nur ein kleines Stück mit laufen - wir nannten uns die 'Feurigen Spechte'.  Als wir um 11:00 Uhr los gingen wussten wir nicht was wir für einen Erfolg haben würden.  An der ersten Station wurde uns gesagt dass wir ein für ein Lager  brauchbares Ding aus den Sachen, die wir auf dem Weg finden würden, bauen sollten. Und dann sollten wir noch Knoten bestimmen was wir Dank Eric gut hinbekamen. Es kamen noch Stationen wie ein Lied singen, ein Knobelspiel lösen,  30 Wäscheklammern an ein Halstuch machen, Merkmale von Tieren bestimmen. Ein Stationsleiter hat einen Unfall vorgetäuscht und wir mussten ihn behandeln, wir sollten innerhalb von 10 Minuten auch noch eine  Kothe aufbauen, uns an einem dicken Tau über einen modrigen See hangeln, Hirschlauf war dabei, wir sollten einen Turm bauen der hoch und stabil sein sollte,  an einem Baum sollten wir einen so hoch wie möglichen Turm aus uns bauen,  Blätter von Bäumen bestimmen und am Ende sollten wir unser gebasteltes Ding abgeben. Wir hatten eine Knüpfhilfegeschnitzt und mit gefundener Schnur den Griff gewickelt. Am Freitag waren wir alle auf die Verkündung der ersten neun Plätze gespannt da wir gedacht hatten, dass wir ungefähr den fünften Platz haben würden, erschraken wir, als ein anderes Team den fünften Platz hatte. Als dann die besten drei Plätze genannt worden, wurden wir tatsächlich beim zweiten Platz aufgerufen - wir gewannen einen tollen Klappspaten.

Ein dreifaches RA RA RA  von Samio

Offenes Hölzchenlager 2018

Da der Motorsägenkunst-Wettbewerb in Niedenstein abgesagt wurde haben wir am Fronleichnamswochenende standesgemäß im Hölzchen, dem Domizil der Elgershäuser Spechte gelagert. Gruppenleiter (GL) Eric Ellenberger hatte ein interessantes Programm zusammengestellt. Gemeinsam mit GL Achim Kaiser, Waldläufer der Reserve Frank Dr.Ost, Vater Güntherdieter Fricke und tlw. auch dem Forstpaten wurden verschiedene Aktivitäten durchgeführt:


- Aufbau  der Ovaljurte, Hochkohte und Kohte als Schlafzelte

- gemütlicher Abend mit Stockbrot und gegrillten Kräuterwürstchen

- Kurzbesuch im Schulbiologiezentrum in KS und beim ‘Freizeit- und Fahrtenbedarf‘

- Abbau der baufälligen Brücke über den Lützelbach und Beginn des Neubaus

- Aufräumarbeiten und Geländespiele

- Nachtwanderung mit Bat-Detektoren im Langenberg

- Schwedenstuhl-Bau aus bei Schreiner Herbert Ahrend zugesägten Eichenbrettern

- gemeinsamer Schwimmbadbesuch im Aqua-Park um alle wieder ‘salonfähig‘ zu machen

- Abschlussabend mit ‘Räuber-Grillspieß‘ – leckerer Wildschweinrücken und Haxn mit Salatbuffet

- lange abendliche Spielerunden: ‘Werwölfe vom Düsterwald‘

- trockener Lagerabbau am Sonntagmorgen


Kurze nächtliche Regenschauern waren für die Natur wichtig und haben das Lager nicht gestört. Insgesamt haben über 40 Personen das Waldjugend-Lagerleben im Wald kennengelernt. Es wurde beschlossen, dass die Spechte wieder zum hessischen Landeslager in der letzten Sommerferienwoche – in diesem Jahr bei Bad Homburg – hinfahren.

 

Besonders gefallen hat Elijah (10 J., Niedenstein) das Selbst-Zubereiten des Essens (Döner & Wildschwein grillen) und das Benutzen der Pompfen (dick gepolsterte Schwerter). Simon (13 J., Gudensberg) und Konrad (11J.,  Eschwege) hatten besondere Freude beim Bau einer Schaukel über den Bach. Christian und Linus (beide 10 J., Elgershausen) waren stolz, erstmals allein ohne Eltern im Wald übernachtet zu haben. Neela, eine 9-jährige mit viel Walderfahrung aus Hoof, hat einfach alles gut gefallen. Der jüngste Lagerteilnehmer war gerade mal 3 Jahre alt!


Die Organisatoren haben sich über die sehr gute (Groß-) Elternbeteiligung beim Abschlussabend gefreut – nicht nur wegen des dadurch entstandenen tollen Salatbuffetts.

Gruppenstunde mit Forsteinsatz

Am Samstagmorgen fand eine Gruppenstunde unter der Leitung von Anton Berdi und dem WdR (Frank Dr.Ost) statt. Zu Beginn, mal um 10 Uhr (30 min später als sonst), brannte bereits das Feuer, was wegen des Wetters recht angenehm war. Nachdem sich alle aufgewärmt hatten, haben wir mit einem kleinen Forsteinsatz begonnen. Im jungen Waldbestand neben der Streuobstwiese im Lützelbachgrund hatten sich bereits einige der jungen Bäumen von ihren Wuchshüllen selbstständig befreit. Nun lag es an uns, die nicht länger benötigten Wuchhüllen zu entfernen, damit man diese eventuell an anderer Stelle wiederverwenden kann. Während dieses Einsatzes raschelte es plötzlich in einem Brombeergebüsch. Die Einen dachten es wäre ein anderes Kind, die Anderen meinten zu wissen, es sei ein Reh. Aber nachdem ein schwarzer Schatten blitzartig einmal mitten durch die Fläche auf der wir arbeiteten gerannt ist, war allen, die es gesehen hatten klar: Dunkle Schwarte, schwerer Tritt, ein gut vernehmliches Quieken und zwei ordentlich große Hauer. Unverkennbar ein Keiler, dessen Wohnort entdeckt wurde. Da niemand schnell genug war um den Keiler zu erwischen, mussten sich alle nach dem Forsteinsatz mit Kartoffeln aus der Glut oder am Spieß zufrieden geben, obwohl einigen eine saftige Fleischbeilage gefehlt hatte. Als guter Abschluss wurde noch "Jugger" gespielt sowie der allgemein beliete Klassiker "Werwolf".

Angelausflug 2017

Angeln am Forellenteich mit 23 Naturinteressierten

Trotz eines nebeligen Morgens und wolkenverhangem Himmel war die Teilnehmeranzahl recht ordentlich, obwohl es etwas gedauert hatte bis sich alle auf dem Raiffeisen-Parkplatz eingefunden haben. Nach halbstündiger Fahrt sind alle fünf voll besetzen Autos an dem uns allen bekannten Angelteich angekommen. Noch bevor alle ausgestiegen waren, hingen schon einige unserer Angeln über dem Wasser.

Es schien so als ob die Fische anfangs Angst vor dem Haken hatten, was sich jedoch nach einigem guten Zureden änderte. Bei zwei Teilnehmern waren die Haken wie verhext. Dann etwa gegen Mittag wurden die Fische dann wesentlich aktiver, einige sprangen sogar wild umher, und der Haken-Spuk endete. Letztendlich wurden etwa 60 Fische geangelt und anschließend ausgenommen, was für einiges an Interesse bei den jüngeren Teilnehmern gesorgt hat. Der Geruch beim Ausnehmen der Fische ist für viele gewöhnungsbedürftig wird aber beim Essen der Fische mehr als belohnt.

Abschließend kann man sagen, dass alle viel Spaß hatten und weiterere Angeltermine folgen werden....

Wir wissen aber noch nicht  wann.

Kanutour auf der Diemel



Zur Kanutour auf der Diemel waren wir am letzten Samstag mit 17 Personen in drei PKWs unterwegs:


- 7 Erwachsene und 10 Jungspechte


- in 5 Kanadier-Paddelbooten und einem Reserveboot


- mit einem 'Marketender-Begleitfahrzeug'


Am Raiffeisen-Parkplatz verteilten wir uns auf die Autos und starteten nach Warburg. Vom dortigen Kanu-Club-Gelände aus starteten wir nach kurzer Einweisung flussabwärts auf der gut gefüllten Diemel. Schon bald nahm eine Bootscrew intensiven Wasserkontakt auf, obwohl es von oben trocken war. ;-) Nachdem der Bann gebrochen war - das Wasser war wohl genauso warm wie die Luft - versuchte ein unerschrockener Jungspecht sein bereits ablegendes Kanu noch durch einen mutigen Sprung in Richtung Boot zu erreichen. Wäre fast gelungen, wenn ihn nicht der beim Einstieg helfende Gruppenleiter aus der Luft wieder zurückgezogen hätte - so fehlte im Boot das erwartete einseitige Gewicht und die drei bereits nassen Kanuten gingen wieder über Bord. Auch der mutige 'Zusteigewillige' konnte nicht ganz gehalten werden und landete im seichten Wasser. Allseits großes Gelächter - auch im Wasser. Die 'JuJa' des springenden Bootszusteigers zeigte dabei wie gut der dicke Wollfilz ist: Trotz kurzzeitigen Ganzkörperbad war die Jungenschaftsjacke größtenteils trocken gebleiben und sogar das Waldjugend-T-Shirt darunter hatte noch trockene Stellen... ;-)) Auf der weiteren Paddeltour hatten auch noch andere Bootscrews intensiven Wasserkontakt, meist im sichten Gewässer. Auch der hochgewachsene Gruppenleiter wollte die Wassertauglichkeit seiner JuJa testen und ließ sich - genötigt von 5 Jungspechten - auf ganzer Körperlänge rücklings ins Wasser platschen.


Bei der dritten Umtragestelle wartete unser Marketender Frank Dr.ost schon mit aufgebautem Mittagstisch auf uns Auf dem letzten Drittel der Strecke bis Liebenau-Lamerden durften dann noch weitere Kanuten die Temperatur der Diemel testen.


Auf dem Heimweg kontrollierten wir den Anwuchserfolg der beim Landeslager gepflanzten Elsbeer-Allee bei Hofgeismar. Nur zwei  der 108 Bäumchen waren nicht angegangen. Abends freuten wir uns nach der Rückfahrt über das im Elgershäuser Hölzchen bereits brennende Lagerfeue,r auf dem wir sogleich heißen Tee, Steaks und Würstchen zubereiteten.

Landeslager 2017

Ein ganzes Dutzend 'SPECHTE' bevölkerten die Ovaljurte auf dem Landeslagerplatz bei Hofgeismar. Schon am Dienstagabend wurde der große PKW-Anhänger mit der Zeltlagerausstattung beladen, so dass wir am Mittwochnachmittag gemeinsam losfahren konnten. Der dem Landesverband und der Lagermannschaft zugesagte Zeltstangentransport aus dem nahegelegenen Wald war wegen des Stangengewichts kräftezehrend - bei der zweiten Fuhre konnten wir vom Pfadfinderzentrum bei Immenhausen weitere 100 bereits trockene Fichtenstangen aufladen. (Dank an die Zimmerei Netz aus Hoof für den zur Verfügung gestellten Tandemanhänger!) Letztgenannte Stangen wurden von den am Fronleichnamstag aus ganz Hessen und auch aus NRW ankommenden Gruppen beim Schwarzzeltaufbau bevorzugt. Während diese ihre Zelte erst noch aufbauen mussten, sorgten unsere Gruppenleiter mittels Motorsäge für die Brennholzversorgung: die angelieferten Buchenscheite wurden auf handliche Längen gekürzt. So war für die abendlichen Singerunden vorgesorgt und wir hatten auch genügend Brennstoff für den mobilen Holzbackofen der SPECHTE. Nach getaner Arbeit waren alle zur willkommenen Abkühlung im Hofgeismarer Schwimmbad.


 

Beim Haijk am Donnerstag fiel unsere Jungspecht-Gruppe durch einheitliches Auftreten (in schwarzer Juja = Jungenschaftsjacke) und durch an den Themen interessiertes und konzentriertes Arbeiten auf. Die Jungspechte erreichten bei einem Altersdurchschnitt von 10 Jahren an den 12 Stationen gegen tlw. wesentlich ältere Gruppen einen tollen 4. Platz (von 15). Die Organisatoren hatten sich tolle Aufgaben einfallen lassen: so mussten z.B. 'verlorene' Schlüssel in einem mit Stroh und Schlamm gefüllten Kübel gesucht werden. Wir haben 4 von 5 gefunden - keine Gruppe war dort erfolgreicher! Bilder von verschiedenen Insektenarten einander zuordnen: Ei - Larve - Puppe - Insekt. Beim Hirschkäfer konnte man das 'Geweih' auch bei der Puppe schon gut erkennen. Wir haben beim Haijk eine Menge gelernt.


Direkt danach konnten wir von der von den Spechten engagierten Kräuterfrau Annette Zimmermann beim Gundermann-Workshop eine Menge ausprobieren. Gundelreben-Blätter wurden schokoliert, eine wirksame Heilsalbe hergestellt und zum Schluss noch Hackfleischbällchen mit gehackten Gundermann-Blättern verfeinert. LECKER. Abends umtexten des Lagerliedes* gemeinsam mit den befreundeten Rosphetaler 'Wölfen' und üben mit Gitarrenbegleitung.


 

Am Samstagvormittag beim Forsteinsatz der Hessischen Waldjugend wurden entlang der längste Elsbeerallee Deutschlands an der Straße von Hofgeismar nach Niedermeiser 108 neue Elsbeer-Topfplanzen fachgerecht gesetzt und dabei mit Draht (um die Wurzeln) als Wühlmausschutz und einer Wuchshülle gegen Verbiß und Fegen durch Rehwild geschützt. Gerald Gluth von Hessen-Mobil und Theodor Arend von HessenForst würdigten den vom Elgershäuser Forstpaten initiierten Einsatz der Waldläufer.


Durch unsere erstmalige Teilnahme am Singewettstreit erreichten wir mit unseren Rosphetaler Freunden mit dem umgedichteten Lagerlied *  einen respektablen 3. Platz.  


Beim seit Jahren praktizierten Schweigemarsch in der Dämmerung waren selbst die jüngsten Teilnehmer so still, dass eine auf 40 m Entfernung im Weizenschlag stehende Rehgeiß - still stehend und aufmerksam beobachtend - die ganze Corona vorbeiziehen ließ. Das Landesfeuer durften wieder unsere erfahrenen Gruppenleiter aufbauen - wie schon am Diemelsee beim LaLa 2015 hatten wir SPECHTE den Holzstoß so aufgesetzt, dass er beim Abbrennen gleichmäßig in sich zusammengefallen ist. Als Dokumenta-Beitrag der Waldjugend war der überdimensionierte und von der Lagermannschaft absichtlich (künstlerisch) total windschief konstruierte ‘Häschdäg‘ (nordhessisch #, engl.: hashtag) am Lagereingang zu sehen. In Kleinformat wurde dieser ‚Häschdäg‘ von den Elgershäuser ‘Landesfeuer-Verantwortlichen‘ als Krone zusätzlich auf den Holzstoß gesetzt. Der brannte dann wie Zunder. Während des Abschlussfeuers wurde Neela Huber (8 J.) und Konrad Nennewitz (10 J.) als neue Mitglieder unserer Gruppe feierlich das schwarz-grüne Halstuch mit Knoten verliehen.


 

Am Sonntag konnten wir letztmalig das von der Lagermannschaft kredenzte tolle und vielseitige Frühstücksbuffet genießen. (Aufgrund der Kürze des Lagers wollte der Landesverband den Ortsgruppen den Küchenaufbau durch 'Zentralverpflegung' ersparen.) Ohne Küchenarbeit ging's trotzdem nicht, weil jede Gruppe mindestens einmal beim Abwasch in der Großküche mithelfen musste. Überdimensionierte Pfannen, Töpfe, Wärmebehälter, viele andere Gefäße und Küchenzubehör musste intensiv geschrubbt und gespült werden - denn vegetarische Gerichte gab es genauso wie glutenfreie oder laktosefreie Nahrung. Da braucht's 'ne Menge Töpfe... Für über 200 hungrige Mäuler waren natürlich Großpackungen gekauft worden: Milch in 10 Liter-Gebinden, Nudeln und Gewürze in Großpackungen, Nutella im 3 kg-Pott !!


Nachdem die Schwarzzelte heftige Windböen und eine Gewitterschauer am Donnerstagabend gut überstanden hatten - waren alle froh, am Sonntagvormittag bei Sonnenschein trockene Zelte abbauen zu können. Nach fröhlicher Rückfahrt haben wir alle gemeinsam das Lagermaterial wieder im Hölzchen verstaut und konnten zu Hause unseren Eltern viel berichten.


 
 

*Hessische Waldjugend - Lagerlied 2017                                  


 

Originalfassung                Text und Melodie: Eric Martin (Mac)             


Komm und zieh‘ mit uns einen Weg,                                                    

dessen Ziel man so schnell nicht erreicht;                                           

Gemeinsam geht vieles so leicht.                                                          


 

Refrain:                                                                                                                                   

Lieder der Straße, Lieder der Straße,                                                    

Du wirst sie hören, wirst sie singen und versteh’n.                       

Diese Lieder der Straße werden Dir helfen,                              

diesen Weg mit uns zu geh’n.                                                                  


 

Sieh‘, Du hast bei uns viele Freunde,                                                  

die helfen Dir weiter zum Ziel.                                                               

Gitarren erklingen zum Spiel.                                                                  



Refrain                                                                                                                                                                           


 

 

 

 * Lagermotto: #zeigdeingrün



Rosphetaler / Elgershäuser Version   

Text: Jan-Phillip Schröder, Rosphetal


So grün wie der Wald,

so grün wie Claudia Roth,

komm mit, der Wald ist bedroht.


Refrain:

Zeig dein Grün für den Naturschutz, für den Zusammenhalt,

und gemeinsam retten wir den Wald.

Zeig dein Grün für den Naturschutz, für den Zusammenhalt,

und gemeinsam retten wir den Wald.


So grün wie unser Hemd,

so grün wie hinter den Ohr’n,

schützt die Pflanzen in den Mooren.


Refrain